Oslos Midsommar

Wenn Norwegen nur aus Oslo bestehen würde, würde sich auch lohnen, sich in den Flieger zu setzen und hierher zu kommen. Schon der Flug über ein Land, das grün blau von oben leuchtet ist wunderschön, wenn man Glück hat und einen Fensterplatz ergattert. 

Der Schnellzug bringt uns in 20 Minuten von Flughafen Gardemoen in die Stadt. Ich kann mir auch diesmal nicht verkneifen, an die S-Bahn München zu denken, und meine Gedanken dabei sind nicht freundlich.
Mir gefällt hier auch die kühle Luft, es sind etwa 10 Grad weniger als zu Hause. Und während wir unsere Koffer zu unserem Hotel schieben, fallen einige Tropfen Regen.
Am Abend regnet es noch ab und zu, während wir auf der Kai der Aker Brygge spazieren.

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Über die Nordseestraße nach Stavanger und Preikestollen

Wir holen das Auto ab und fahren entlang der Südküste, von einem weißen Küstenstädtchen zu dem nächsten. Irgendwie sind sie alle hübsch und könnten genauso gut in Italien oder Kroatien liegen. 
In Kristiansand übernachten wir in einem privaten Appartement und beim Einchecken versuche ich, mich auf Norwegisch zu verständigen. Alles nicht so einfach. Die Gastgeberin will unbedingt Deutsch lernen (ihr Deutsch ist deutlich besser als mein Norwegisch…) und so führen wir einen fröhlichen Dialog in drei Sprachen. Später gibt es am Hafen noch Linsencurry und ich bin geneigt, meine Meinung zum norwegischen Essen zu revidieren.

Mitternachtssonne

In Sommer 2017 haben mein Partner und ich drei Wochen in Norwegen verbracht. Wir haben ungefähr 4.500 km per Auto, Zug, Flugzeug und Schiff zurückgelegt, von Oslo über die Westfjorde nach Bergen, Atlantikstraße nach Trondheim, dann Bodö bis nach Tromsö. Die Mitternachtssonne, Midnattssol, habe ich einmal gesehen. Etwa 15 oder 20 Minuten ist sie raus gekommen. Wir waren ihr fünf Nächte auf der Spur, aber sie wollte sich nicht wirklich zeigen: sobald wir an einem Ort angekommen waren, war sie bald weg. Bis auf den letzten Abend, auf einem Schiff wie aus der Zeit gefallen, in der Höhe der Lofoten. Das ist die Geschichte dazu.

Erste Nacht

Heute Nacht geht es per Zug weiter. Wir sitzen auf einer Bank im Trondheimer Bahnhof, neben uns die Koffer. Zwei Wochen Norwegen sind vorbei und ich bin müde. Immer wieder packen, weiter ziehen. Diese schöne Stadt zu verlassen fällt mir gar nicht so schwer. Seit zwei Tagen hat das norwegische Wetter gezeigt, dass es auch anders kann. Es ist richtig nass, kalt und grau geworden. Ich bin aber freudig erregt, es geht in den Norden. Wir werden heute Nacht den Nordpolarkreis überqueren, 729 km dem ewigen Tag entgegenfahren, nach Bodö, Endhaltestelle der Nordbahn. Weiter nach Norden fährt kein Zug mehr.

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Von Hexen, Riesen und Yoga: magische Tage auf der Seiser Alm

Nachdem ich England unverhofft überlebt habe, und bevor es demnächst nach Norwegen geht, meine ich, ich hätte mir ein entspanntes Wochenende verdient. Und auch mein Partner hat sich überreden lassen, zum Yoga Retreat nach Südtirol mitzukommen. Die Seiser Alm in den Dolomiten ist laut Wikipedia die größte Hochalm Europas und als Weltnaturerbe anerkannt.

Schon die Reise dorthin ist ein Erlebnis. Auf etwa 10 Kilometer steigt die serpentinenreiche Straße über 1000 Höhenmeter an. Die Temperaturen sinken um fast 10 Grad, was an einem heißen Sommertag gar nicht mal so schlecht ist. Oben angekommen, riecht es frisch nach Regen. Die Wiesen strahlen hellgrün und sind gelb gesprenkelt mit Löwenzahn und kriechenden Hahnenfuß. Hier und da wächst blauer Enzian.

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